regenpfeifer

Wege durch Sonne und Regen

Kategorie: Tagebuch (Seite 1 von 6)

Noch einmal

Allmählich geht mein Gartenjahr zu Ende. Seit dem Frühjahr habe ich unse­ren klei­nen Hausgarten in Straubing – auch wenn die Zeit nicht reich­te, um ihn viel zu pfle­gen – zumin­dest im Auge behal­ten. Noch ein­mal zeigt er mir sich heu­te in ver­schwen­de­ri­scher Farbenpracht.

Noch ein­mal das Ersehnte,
den Rausch, der Rosen Du -

Gottfried Benn, Astern

Gepriesen werde der Herbst!

Viele den­ken, auf dem Campus in Regensburg herrscht nur grau in grau. Dabei braucht man bloß die Augen auf­zu­ma­chen und kann eine uner­war­te­te Farbenpracht ent­de­cken. Das wun­der­ba­re Herbstlicht tut natür­lich ein Übriges – so heu­te bei einem Rundgang durch den Botanischen Garten der Universität und ent­lang der Wege zwi­schen Sportzentrum und Biopark.

Genug ist nicht genug! Gepriesen wer­de
Der Herbst!
Das Herz, auch es bedarf des Überflusses,
Genug kann nie und nim­mer­mehr genü­gen!

Conrad Ferdinand Meyer

Eins und doppelt

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anver­traut,
Giebt gehei­men Sinn zu kos­ten,
Wie’s den Wissenden erbaut,

Ist es Ein leben­dig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erle­sen,
Daß man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwi­dern,
Fand ich wohl den rech­ten Sinn,
Fühlst du nicht an mei­nen Liedern,
Daß ich Eins und dop­pelt bin?

Johann Wolfgang Goethe

Feuerumsonnte

Und ich blick hin­über zu dir, Feuerumsonnte…

Dies ist ein Herbsttag…

…wie ich kei­nen sah. Goldener Oktober bei Matting an der Donau.

Nachtschatten

Das Gäubodenfest ist vor­bei, die Nacht ist still und dun­kel ohne die Lichter der Fahrgeschäfte. Fast wie auf einem Bild von Caspar David Friedrich lugt der Mond zwi­schen den Wolken her­vor und lässt Häuser und Bäume unter ihm als bizar­re Schatten erschei­nen.

Mondnacht über mei­nem Garten

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