regenpfeifer

Wege durch Sonne und Regen

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Post-privacy

Sind wir tat­säch­lich schon in der »Post-pri­va­cy-Ära« ange­langt? Keine ange­neh­me Vorstellung, fin­de ich.

Versagen der Eliten?

Deutschland hat zwar eine grund­le­gend ande­re gesell­schaft­lich-poli­ti­sche Kultur als die USA, von einem »Versagen der Eliten« (wie es die­ser Beitrag für die USA dia­gnos­ti­ziert) könn­te man aber mög­li­cher­wei­se auch bei uns spre­chen. Die (gewoll­te!?) Verwechslung von Leistung bzw. Verdienst mit maß­lo­sen Ansprüchen auf­grund blo­ßer Effekthascherei gibt es jeden­falls auch auf unse­rer Seite des gro­ßen Teichs.

Brauche ich ein Blasphemie-Gesetz?

Es ist völ­lig unklar, wen oder was ein Blasphemie-Gesetz, das nun ver­schie­dent­lich gefor­dert wird, eigent­lich schüt­zen soll. Frage ich mich, ob ich für mich per­sön­lich solch ein Gesetz für wün­schens­wert erach­ten soll, so kom­me ich zu dem Schluss, dass ich über­haupt erst durch ein der­ar­ti­ges Gesetz so etwas wie eine Beleidigung ver­spü­ren wür­de. Ich habe näm­lich kei­ne »reli­giö­sen Gefühle«, son­dern reli­giö­se Überzeugungen. Und für die­se mei­ne ich zwar kei­ne »Beweise«, aber doch sehr gute Gründe zu haben, die es mir erlau­ben, jeder­zeit dafür ein­zu­ste­hen. Ein Blasphemie-Gesetz hin­ge­gen wür­de unter­stel­len, dass mei­ne Überzeugungen und deren Gründe kei­ner ernst­haf­ten ratio­na­len Auseinandersetzung für wert gehal­ten wer­den. Vielmehr scheint man davon aus­zu­ge­hen, sie sei­en der­art schwach, dass sie sich im frei­en Diskurs nicht behaup­ten könn­ten, statt­des­sen einer Art Sonderstatus bedürf­ten, mit dem die hilf­lo­sen Gläubigen geschützt wer­den müss­ten. So wie man Arten, die sich an ver­än­der­te Lebensbedingungen nicht mehr anpas­sen kön­nen, unter Naturschutz stellt. So sym­pa­thisch und wich­tig mir der Schutz bedroh­ter Lebensformen ist – für mich und mei­ne Überzeugungen ver­bit­te ich ihn mir.

Tun

Do or do not. There is no try.

Master Yoda

Das Higgs-Boson

Zuylenkapelle

Die Zuylen-Kapelle nahe Bergmatting bei Regensburg trägt ihren Namen nach der Familie Zuylen van Nyevelt und hat mir eini­ge Streiche gespielt: nach den gän­gi­gen Wanderkarten ist sie nicht ganz leicht zu fin­den und moch­te sich bei mei­nen bis­he­ri­gen Begegnungen mit ihr auch nie bei schö­nem Wetter oder gar Sonnenschein prä­sen­tie­ren.

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